Aller Anfang war schwer ...
Vor etwa 25 Jahren wussten wir von der Existenz des Geburtsortes unserer Mutter nicht viel. Es schickte sich nicht, als Flüchtling, aus russischer Zwangsarbeit nach Ostdeutschland entlassen, über donauschwäbische Herkunft zu reden.
Als unsere Mutter Rentnerin war und zum ersten Mal Ihre Bekannten und Freunde im damaligen Westdeutschland besuchte, brachte sie ein Geschenkbuch mit, "Sekitsch - Erlebte Heimat" von Philipp Sandles, einem Augenzeugen geschrieben. Sie gab uns dieses Buch zum Lesen und seither hat es uns nicht mehr losgelassen. Wir wollten den Ursprung und die Lebensverhältnisse unserer Vorfahren ergründen, woher sie kamen und unter welchen Umständen diese seit der Ansiedlung dieses Ortes unter Joseph II. von Österreich lebten.
Der Anfang stellte sich schwieriger dar, als wir vermuteten. Es gibt zwar ein Ortssippenbuch der Gemeinde, welches durch Beiträge ehemaliger Sekitscher und Feketitscher Personen nach einem Aufruf, Familiendaten einzusenden, entstand. Im damaligen Osten hatte man keine Kenntnis von einem derartigen Vorhaben und so blieb unsere Familie, wie auch viele andere unerwähnt.
So mussten wir nach anderen Quellen Ausschau halten, die nächsten Verwandten (Großeltern), die man nach der Familie hätte befragen können, waren verstorben und haben keinerlei Aufzeichnungen hinterlassen. Also blieb uns zunächst das Literaturstudium vorhandener Publikationen, in der Hoffnung, auf eventuelle Hinweise zu unseren Vorfahren. Unsere Mutter konnte sich daran erinnern, dass Ihre Vorfahren aus Durstel im heutigen Elsaß stammen. Also fuhren wir dorthin und studierten die vor Ort aufliegenden Kirchenbücher auf Hinweise. Sehr ergiebig war diese Fahrt leider nicht, also mussten andere Quellen gefunden werden.
Immer wieder haben wir erfahren, dass keine Quellen, die für eine Familienforschung wichtig sind, existieren und auch die Behörden vor Ort - im heutigen Serbien - waren anfangs nicht kooperativ, haben auf Anfragen nicht reagiert.
So war für uns der Tag, an dem wir mit Philipp Sandles telefonierten, ein besonderer Glücksfall. Endlich fanden wir einen kompetenten, sachkundigen Berater und Freund, der uns insbesondere die Ortsgeschichte emotional und sehr anschaulich vermittelt hat. Deshalb sollen auch seine Berichte und Forschungsergebnisse auf dieser Seite Platz finden.
Der Anfang war getan und so kamen viele Gleichgesinnte dazu, hier möchten wir Gottfried Schiffler, und David Taus , wahrhaften "Sekitscher Urgesteinen" danken, die uns stets tatkräftig bei der Beschaffung von Informationen behilflich waren und immer noch sind.
Aufgrund der Fülle der vorhanden Daten haben wir dann festgestellt, dass unsere persönliche Familienforschung ganz eng mit dem Ort Sekitsch verbunden ist, und da der Ort eine Enklave war, in der nur wenige "Neue" angesiedelt wurden, stellte sich schnell heraus, dass wir bald zu jeder dort vorhandenen Familie verwandtschaftliche Beziehungen haben. So reifte der Entschluss, das bereits vorhandene Ortssippenbuch neu zu bearbeiten und durch weiter Quellen zu ergänzen.
Danach kam als neue Quelle das Internet, um die Auswanderer der beiden Nachbargemeinden Sekitsch und Feketitsch nach Nordamerika und Canada zu finden.
Auch das reichte nicht, so machten wir uns auf den Weg, im Archiv der Vojvodina in Novi Sad weitere Informationen zu finden. Im April des 2004 Jahres wurde dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt. Bis alle Daten ausgewertet sind, wird noch etwas Zeit nötig sein.
Lassen Sie sich überraschen. Wir wünschen allen Besuchern dieser Seite viel Freude und hoffen, dass wir auch Personen ansprechen können, die sich bisher mit ihrer Familienforschung nicht beschäftigt haben. Nehmen Sie teil an diesem einzigartigen und faszinierenden Hobby, dazu laden wir Sie ein.
